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In Aktion für Schweizer Holz

Die Lignum-Geschäftsstelle Marketing Schweizer Holz (MSH) ist Hauptorganisatorin der Tage des Schweizer Holzes. Was macht MSH sonst noch? Projektleiter Christoph Spinnler erklärt.

HIS: Christoph Spinnler, du bist seit drei Jahren für die operative Leitung von Marketing Schweizer Holz zuständig. Welches sind deine Hauptaufgaben?
Christoph Spinnler: Bekannt ist, dass wir als Campaigning-Organisation Aktionen zu Gunsten von Schweizer Holz umsetzen – dies mit Geldern vor allem des Aktionsplanes Holz (BAFU) und des Senkenvereins. Etwas weniger bekannt ist, dass wir zudem das Management und das Marketing des Labels Schweizer Holz verantworten. Dieser Teil unserer Arbeit wird durch die Beiträge der Label-Mitglieder finanziert.

HIS: Wie viele Mitglieder sind es aktuell?
Christoph Spinnler: Wir konnten den Mitgliederbestand in den letzten 3 Jahren um rund einen Drittel auf ca. 700 Betriebe ausbauen. Darunter sind grosse Betriebe wie zum Beispiel Landi oder Micasa. Aber auch kleinste Nischenplayer wie Alphornproduzenten, Holzwollehersteller oder Schindelmacher profitieren gegen einen bescheidenen Jahresbeitrag von unseren Dienstleistungen.

HIS: Wie muss man sich das Management des Labels Schweizer Holz konkret vorstellen?
Christoph Spinnler: Wir zertifizieren Produkte, bei denen mindestens 60% der Wertschöpfung in der Schweiz anfällt mit Rohstoff, der mindestens zu 80% aus der Schweiz stammt. Dabei haben die massgeblichen Arbeitsschritte in der Schweiz zu erfolgen. Die gelabelten Betriebe werden sodann alle vier Jahre einem Audit unterzogen. Auf der anderen Seite zeichnen wir auch Objekte oder Objektteile aus, die den Anforderungen des Labels gerecht werden.

HIS: Zum Beispiel?
Christoph Spinnler: Das bekannteste aktuelle Beispiel ist wohl der Muni Max. Dieser war für uns in mehrerer Hinsicht ein Glücksfall – als eindrückliches Gemeinschaftswerk der Schweizer Holzkette, aber auch durch die Begeisterung, die er im ganzen Land ausgelöst hat. So wurde der Muni spontan zum Hauptbotschafter für die Tage des Schweizer Holzes, die kurz nach dem Eidgenössischen Schwingfest ESAF 2025 stattfanden.

HIS: Die Tage des Schweizer Holzes fanden nach 2017 zum zweiten Mal statt. Was war anders?
Christoph Spinnler: Der Bund investierte viel weniger, entsprechend kleiner war das Budget. Dafür hatten wir mehr Freiheiten und Flexibilität bei der Ausgestaltung. Das Resultat darf sich sehen lassen…

HIS: In Zahlen?
Christoph Spinnler: Es gab Aktionstage an 48 Standorten in allen Landesteilen mit insgesamt wohl bis zu 100 000 Schaulustigen. 7000 Schüler und Schülerinnen liessen sich Berufe der Holzkette zeigen, und wir zählten allein rund 2,5 Mio Print-Leser und Leserinnen, ganz zu schweigen von den millionenstarken Klickraten in den sozialen Medien. Die Zufriedenheit war rundum so gross, dass bereits jetzt feststeht, dass es im Herbst 2030 wiederum Tage des Schweizer Holzes geben wird.

HIS: Was läuft bis dann?
Christoph Spinnler: Momentan stehen wir im Abschluss der dreijährigen Wald-, Holzindustrie- und Holzbaukampagne, die dank Geldern des Aktionsplanes Holz realisiert werden konnte. Holzindustrie Schweiz steuerte hierzu eine Serie von Kurzfilmen bei, die die Vielfalt der Holzindustriebetriebe zeigt, und schaltete eine PR-Kampagne in der Zeitschrift «Wir Holzbauer». Für die nächsten zwei Jahre liegt der Fokus eher auf der Verständnisförderung für die Notwendigkeit der Holznutzung und -ernte. Wie das umgesetzt wird, hängt von den finanziellen Mitteln ab, die wir organisieren können.

HIS: Welches ist dein persönliches Ziel mit Marketing Schweizer Holz für die nächsten Jahre?
Christoph Spinnler: Im Gegensatz zu den Gründungsjahren von MSH geht es nicht mehr in erster Linie um Absatzförderung von Schweizer Holz. Aber wir wollen zeigen, wie funktions- und leistungsfähig die Schweizer Holzkette ist und mit einem starken Label die Betriebe in Ihrem Einsatz für Schweizer Holz nachhaltig stärken.