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Restrukturierung bei Perlen Papier

Bildquelle: Perlen Papier

Der zur Perlen Industrieholding gehörende Schweizer Papierhersteller Perlen Papier in Perlen führt umfangreiche Massnahmen zur Kostenreduktion durch. Im Rahmen der Sparmassnahmen werden in der letzten holzverarbeitenden Papierfabrik 65 der rund 350 Beschäftigten entlassen.

Der Einsatz von Hackschnitzeln und Industrieholz in Schleifholzqualität bleibt nach Angaben eines Unternehmenssprechers unverändert. Da neben der überwiegend auf Altpapier basierenden Zeitungsdruckproduktion auf der PM 7 auch die Holzstoff verarbeitende PM 4 (LWC-Papier) weiterläuft, ist nicht mit einem relevanten Rückgang des Holzeinsatzes zu rechnen.

Seit der Ausgliederung von Perlen Papier aus dem CPH-Konzern, die im Juni 2024 abgeschlossen wurde, prüft die Perlen Industrieholding zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten des Industriegeländes. Diese Planungen werden nun intensiviert. Ziel ist es, zur Papierproduktion passende Industriebetriebe am Standort anzusiedeln. Die Perlen Industrieholding verfügt dort über 410.000 m² bebaubare Industrieflächen sowie 640.000 m² Landwirtschaftsflächen.

Bestehende Flächen und Gebäude werden für Batteriespeicher mit einer Leistung von 10 MW und einer Kapazität von 20 MWh genutzt. Die Anlagen sollen Ende 2026 fertiggestellt sein. Bei dem Projekt arbeitet die Perlen Industrieholding mit Wattss, Frauenfeld, zusammen. Weitere Energieinfrastrukturprojekte sowie die mögliche Ansiedlung von Rechenzentren auf dem Areal befinden sich in konzeptioneller Vorbereitung.

Ein weiteres Projekt ist der Einstieg in die Fertigung von Faserguss. Für dieses von Verpackungsherstellern benötigte Material kann die in der Papierfabrik vorhandene Faserinfrastruktur (Altpapier, Holzstoff und Zellstoff) genutzt werden. 
Quelle: Holzkurier.com