Reaktivierung der Holzmarktkommission HMK
Im Jahr 2020 beendete die schweizerische Holzmarktkommission (HMK) ihre Tätigkeiten, nachdem die Wettbewerbskommission des Bundes (WEKO) Zweifel an deren Rechtmässigkeit geäussert hatte. Die WEKO berief sich dabei auf das Kartellgesetz, das Preisabsprachen unter Marktakteuren grundsätzlich verbietet.
In der Zwischenzeit wurde auf Initiative von Wald-Schweiz-Präsident Ständerat Daniel Fässler der Art. 41b «Richtpreise für Rohholz» im Waldgesetz (WaG) ergänzt, der die Publikation von Richtpreisen für Rohholz ausdrücklich erlaubt. Eine wichtige Rahmenbedingung besteht darin, dass sich die Anbieter und Abnehmer auf die Richtpreise einigen müssen. Zudem sind die Richtpreise für alle Akteure unverbindlich. Mit dem neuen Art. 41b WaG wurde auch die gesetzliche Basis für Marktgespräche im Rahmen von Holzmarktkommissionen auf nationaler und regionaler Ebene geschaffen.
HIS unterstützt grundsätzlich die Reaktivierung der HMK. Diese war über viele Jahre eine wichtige Dialogplattform für die Waldbesitzer und die Holzverarbeiter bzw. deren Organisationen. Angebot und Nachfrage von Rohholz können in diesem Rahmen optimal aufeinander abgestimmt werden. HIS geht davon aus, dass insbesondere Privatwaldbesitzer, die nur sporadisch am Holzmarkt auftreten, dank der besseren Markttransparenz eher motiviert sein werden, Holz zu ernten. HIS erwartet von der zukünftigen HMK, dass nicht nur über Preise, sondern auch über Mengen diskutiert wird. Die HMK muss letztlich der Holzmobilisierung dienen.
Am 26. Januar 2026 traf sich die Abnehmer-Delegation (alles HIS-Mitglieder) mit der Anbieter-Delegation unter dem Lead von WaldSchweiz sowie mit weiteren Gästen in Solothurn.
