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Keine gemeinsamen Richtpreise für Schweizer Rohholz

Die Holzmarktkommission (HMK), die sich aus Vertretern von HIS, WaldSchweiz sowie weiteren Akteuren des Holzmarktes mit Gaststatus zusammensetzt, konnte sich an ihrer zweiten Sitzung trotz intensiver Diskussionen nicht auf gemeinsame Richtpreise für Schweizer Rohholz einigen. Während die Anbieterseite auf die anhaltend gute Nachfrage nach Schweizer Holz verweist, führt die Abnehmerseite die schwachen Schnittholzpreise, die gestiegenen Rohstoffpreise und starke regionale Unterschiede bei der Preisgestaltung ins Feld.

Die Gesamtbeurteilung der aktuellen Marktlage fällt hingegen für beide Seiten mehrheitlich positiv aus. Die Rohholzpreise haben sich je nach Sortiment und Region stabil bis leicht steigend entwickelt. Die Rundholzlager sind recht gut gefüllt, jedoch führt die Preisspanne beim Laubholz bisweilen zur direkten Verwertung als Energieholz, was die Verfügbarkeit von Industriesortimenten beeinträchtigt. Einzig die Schnittholzpreise entwickelten sich dieses Jahr schwächer als erhofft. Die Überproduktion von Schnittholz im angrenzenden Ausland, aber auch der starke Schweizer Franken, haben den Konkurrenzdruck durch importierte Massenware erhöht.

Es besteht ein gemeinsames Interesse der Wald- und Holzbranche an der Verfügbarkeit von gelagertem Rohholz. Allein variiert die Bewilligungspraxis für den ausnahmsweisen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) zwischen den Kantonen, was an gewissen Kantonsgrenzen eine Rechtsunsicherheit auslöst. Dieses Problem soll nun im konstruktiven Dialog mit den kantonalen Verantwortlichen gemeinsam angegangen werden.