News

Holzbearbeitungsmaschinen: Überblick über aktuelle Geschäftszahlen

Die aktuelle Geschäftsentwicklung der deutschen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen ist geprägt von schwacher Nachfrage und Investitionszurückhaltung. Ein Blick auf die Zahlen und Entwicklungen bei Weinig, Linck, Homag und Minda.

Im Gesamtjahr 2025 ist der Auftragseingang der deutschen Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Holzbearbeitung und -verarbeitung laut den internen Erhebungen des VDMA-Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen insgesamt um 9 % zurückgegangen.

In der primären Holzbearbeitung, darunter fallen auch die Sägewerks- und Holzwerkstoffanlagen, gingen die Aufträge erneut zweistellig zurück. Gegenüber dem Vorjahr verloren die Unternehmen fast ein Drittel ihres Auftragseingangs. Hauptgrund ist die seit über drei Jahren anhaltende Konjunkturflaute. Auch im Aussenhandel zeigt sich die schwache Entwicklung: Die Exporte von Holzbearbeitungsmaschinen sanken 2025 laut Statistischem Bundesamt insgesamt um 12 %. (Quelle: EUWID 7/2026)

Weinig steigt in die primäre Holzbearbeitung ein

Die Weinig-Gruppe hat Anfang 2026 die H.I.T. Maschinenbau GmbH & Co. KG vollständig übernommen. Das Unternehmen produziert Maschinen und Anlagen für die Säge- und Leimholzindustrie sowie für den Fertighausbau. Für die Übernahme zahlte Weinig laut Geschäftsbericht 2024 insgesamt 22,2 Mio. €. Die anhaltende Investitionszurückhaltung der Abnehmer führte im zweiten Halbjahr 2025 zu einer weiteren sinkenden Kapazitätsauslastung der Weinig-Gruppe; bereits zuvor hatte Weinig Kurzarbeit eingeführt. Anfang Februar 2026 stellte das Unternehmen zudem erste Details zum Restrukturierungsprogramm „Transformation 2027“ vor, dass bis Ende 2027 umgesetzt werden soll und einen Abbau von rund 400 Arbeitsplätzen vorsieht, vor allem an deutschen Standorten. (Quelle: EUWID 9/2026)

Linck mit leichtem Wachstum im Geschäftsjahr 2024

Ausgehend vom hohen Niveau des Vorjahres konnte der Hersteller von Sägewerksanlagen Linck Holzverarbeitungstechnik GmbH im Geschäftsjahr 2024 sowohl Umsatz als auch Ergebnis leicht steigern. Der Umsatz erhöhte sich von 89,3 Mio. € auf 90,0 Mio. €, das Ergebnis von 11,5 Mio. € auf 11,7 Mio. €.

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2025 waren insgesamt verhalten positiv, zumal die Nachfrage nach Modernisierungen und Optimierungen bestehender Anlagen spürbar gestiegen ist. Aufgrund des weiterhin eher schwachen Neuanlagengeschäfts innerhalb Europas sowie des vorläufigen Wegfalls der Märkte in Belarus, Russland und der Ukraine wurde ein weiterer Ausbau der internationalen Vertriebsaktivitäten angekündigt. (Quelle: EUWID 8/2026)

Homag: Umsatz leicht rückläufig

Im Geschäftsjahr 2025 ist der Umsatz der Homag Group laut den vorgelegten vorläufigen Zahlen von 1,413 Mrd. € auf 1,372 Mrd. € zurückgegangen. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende mit 726 Mio. € um 7 % unter dem Vorjahreswert. Die Anzahl Mitarbeitende hat sich per Ende 2025 auf 6471 reduziert (31.12.2024: 6802 Mitarbeitende). Positiv entwickelte sich dagegen das Geschäft mit Maschinen und Anlagen für den Holzbausektor. Dieses Segment erreichte mit einem Auftragseingang von 235 Mio. € einen neuen Rekordwert. (Quelle: Homag Group, 05.03.2026)

Minda übernimmt Howial und expandiert nach China

Mitte Mai 2025 hat die auf Pressen und Förderanlagen spezialisierte Minda Industrieanlagen GmbH sämtliche Anteile am Keilzinkenanlagenhersteller Howial GmbH & Co. KG übernommen. Howial erzielte laut Minda zuletzt ein jährliches Umsatzvolumen von rund 4 bis 5 Mio. € und wird innerhalb der Gruppe als eigenständiges Unternehmen unter der bestehenden Marke weitergeführt. Michael Hofmann bleibt Geschäftsführer. (Quelle: EUWID 21/2025)

Anfang November 2025 eröffnete Minda zudem eine Niederlassung in China. (Quelle: EUWID 46/2025)