Die Folgen von Hitze und Trockenheit zeigen sich zunehmend im Schweizer Wald. Die Sanasilva-Inventur 2026 der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL zeigt eine deutliche Verschlechterung des Kronenzustands bei den Laubbäumen. Ihre mittlere Kronenverlichtung stieg von 24,8 auf 29,7 Prozent. Bei den Nadelbäumen blieb der Kronenzustand dagegen weitgehend stabil.
Auch die Mortalität der Laubbäume fällt auf: 5 Prozent der untersuchten Laubbäume starben aus gesundheitlichen Gründen – der höchste Wert seit Beginn der Messreihe. Besonders betroffen waren Buchen und andere Laubbaumarten.
Bemerkenswert ist, dass sich die Folgen des extrem heissen und trockenen Sommers 2026 bereits in den aktuellen Aufnahmen zeigen. Entscheidend für die Einordnung ist der Zeitpunkt der Erhebung: Die Sanasilva-Inventur wird bewusst während der Vegetationsperiode durchgeführt, wenn die Bäume voll belaubt sind. 2026 setzte die Verbraunung jedoch aussergewöhnlich früh ein und war deshalb teilweise bereits während der Aufnahmen sichtbar.
Wie stark die diesjährige Trockenheit den Schweizer Wald insgesamt geschädigt hat, lässt sich dennoch noch nicht abschliessend beurteilen. Viele Auswirkungen werden erst im kommenden Jahr sichtbar. Die Ergebnisse der Sanasilva-Inventur 2027 dürften deshalb weitere Hinweise darauf geben, wie die Bäume den Sommer 2026 überstanden haben.
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