Erster konkreter Schritt nach dem Runden Tisch: Bundesrat stärkt Unterstützung für den Wald

Vergangene Woche diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Wald- und Holzwirtschaft am Runden Tisch mit Bundesrat Albert Rösti über die Folgen des heissen und trockenen Sommers. Auch Holzindustrie Schweiz brachte die Anliegen der Holzindustrie in den Austausch ein. Nun folgt ein erster konkreter Schritt: Der Bundesrat will die bisherige Unterstützung für die Anpassung des Waldes an den Klimawandel wieder ins Budget aufnehmen. Für 2027 beantragt er dem Parlament dafür 17,5 Millionen Franken. Damit folgt der Bundesrat dem Willen des Parlaments, das die Motionen von Ständerat Daniel Fässler zu diesem Thema angenommen hatte.

Sicherheit und Schadholz im Fokus
Kurzfristig steht vor allem die Sicherheit der Bevölkerung und der im Wald tätigen Personen im Vordergrund. Durch die Trockenheit geschwächte Bäume und dürre Äste stellen eine zunehmende Gefahr dar. Am Runden Tisch wurde deshalb auch die Notwendigkeit zusätzlicher Mittel für entsprechende Pflege- und Sicherheitsmassnahmen thematisiert.

Gleichzeitig arbeiten Waldfachleute daran, das Ausmass der Schäden zu erfassen. Bei vielen Bäumen wird sich erst beim Blattaustrieb im kommenden Frühjahr zeigen, wie stark sie tatsächlich geschädigt sind.

Damit stellt sich auch die Frage nach dem anfallenden Schadholz. Die Holzindustrie hat am Runden Tisch klar signalisiert, dass sie bereit ist, dieses zügig aufzuarbeiten. Die Voraussetzungen dafür sind derzeit gut: Der Holzmarkt zeigt sich aktuell sehr aufnahmefähig.

Den Wald langfristig klimastabil und nutzbar halten
Neben den unmittelbaren Herausforderungen ging der Blick am Runden Tisch auch nach vorne. Für Holzindustrie Schweiz ist zentral, dass die Wälder der Zukunft nicht nur klimastabiler werden, sondern weiterhin wirtschaftlich genutzt werden können. Dazu braucht es eine aktive Verjüngung der Wälder und einen angemessenen Nadelholzanteil.

Auch die Infrastruktur spielt dabei eine wichtige Rolle. Waldstrassen müssen punktuell verstärkt werden, damit eine flächendeckende Holzernte und der Abtransport des Holzes auch in Zukunft möglich bleiben.

Wald und Holzindustrie sind eng miteinander verbunden: Eine aktive Waldbewirtschaftung sichert die Versorgung mit dem einheimischen Rohstoff Holz und trägt gleichzeitig dazu bei, dass der Wald seine vielfältigen Funktionen erfüllen kann – vom Schutz vor Naturgefahren über die Biodiversität bis hin zur Erholung.