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Lignum und Holzindustrie Schweiz sagen ja zum Klimagesetz

Gegen das im letzten Herbst vom Parlament beschlossene Klimagesetz als indirekter Gegenvorschlag zur Gletscherinitiative ist das Referendum ergriffen worden. Am 18. Juni 2023 wird die Schweizer Bevölkerung darüber abstimmen. Lignum und Holzindustrie Schweiz unterstützen die Vorlage. Sie eröffnet klare Chancen für Wald und Holz.

Das Bundesgesetz über die Ziele im Klimaschutz, die Innovation und die Stärkung der Energiesicherheit (Klimagesetz) ist als indirekter Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative entstanden. Es schreibt für die Schweizer Treibhausgasemissionen das Netto-null-Ziel bis 2050 fest. Die verbleibenden Emissionen sollen durch Negativemissionstechnologien ausgeglichen werden. Bund und Kantone sollen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten dafür sorgen, dass spätestens bis 2050 Kohlenstoffspeicher im notwendigen Umfang zur Verfügung stehen. 

Wald und Holz sind durch die langfristige CO2-Speicherung in Holzprodukten und im Wald auch mit Blick auf Negativemissionstechnologien Teil der Lösung. Die Kosten pro Tonne aus der Atmosphäre entferntes CO2 liegen bei Waldbewirtschaftung und Holznutzung im Vergleich mit anderen Ansätzen tief. Überdies kann Holz nicht nur Kohlenstoff aus der Atmosphäre speichern, sondern als Ersatz für klimabelastende Materialien sowie als Energieträger zusätzlich fossiles CO2 vermeiden.

Lignum und Holzindustrie Schweiz sind der Ansicht, dass die Vorlage klare Rahmenbedingungen für Unternehmen auf dem Weg zum Schweizer Klimaziel schafft, dabei unternehmerischen Spielraum lässt und so Investitionssicherheit bietet. Für Wald und Holz ergeben sich aus dem Klimagesetz klare wirtschaftliche Chancen. Darüber hinaus ist mit positiven Auswirkungen auf die gesamte Bauwirtschaft zu rechnen, indem etwa energetische Sanierungen unterstützt werden. Deshalb empfehlen die Vorstandsverbände der Lignum, darunter Holzindustrie Schweiz, einhellig ein Ja zum Klimagesetz am 18. Juni.