Prozesse und Standards
Je nach Veredelungsgrad der Halbfabrikate durchläuft das Holz eine unterschiedlich grosse Zahl von Maschinen. Anspruchsvoll ist bereits die Manipulation der Stämme auf dem Rundholzplatz, wo mit Sortieren, Ablängen und Entrinden (plus ev Wurzelreduzierung, Splittersuche, Werksvermessung) das Rundholz für den Einschnitt in der Sägehalle vorbereitet wird. Über viele Quer- und Längsförderer passiert das Rundholz die Hauptmaschine ein- bis mehrmals (je nach Schnittbild) und wird danach sortiert, getrocknet, gehobelt, gekappt, verleimt, keilgezinkt, und zum Teil gedämpft oder imprägniert.
Über den ganzen Verarbeitungsprozess wird die Arbeitssicherheit gross geschrieben. Wegen der Grösse der Werkstücke und Maschinen kann es zu schweren Unfällen kommen. Mit einer eigenen Branchenlösung (17s), der sich sämtliche Mitglieder angeschlossen haben, werden die Unfallgefahren weiter eingedämmt.
Einige Kunden wollen die Herkunft des Holzes aus nachhaltiger Forstwirtschaft und aus der Schweiz nachgewiesen haben. Betriebe, die nach FSC und PEFC oder Herkunftszeichen Schweiz zertifiziert sind, weisen den Materialfluss nach. Jedes dritte unserer Mitglieder verfügt über diese Zertifikate.
Vom wichtigen Markt der Paletten- und Kistenfabrikation kommt der ISPM 15-Standard. Die Protokollierung des entsprechenden Trocknungsverfahrens bietet den Kunden Gewähr, dass auch ohne Giftanwendung kein Risiko mehr besteht, dass im Holz Schädlinge (Pilze, Insekten) über die Welt verschleppt werden. Mehrere Dutzend HIS-Mitglieder sind zertifiziert.
Die EU will für verbaute Holzprodukte per 1.9.09 die CE-Kennzeichnung einführen. Unsere exportorientierten Mitglieder stellen sich dieser Herausforderung und erwerben die CE-Kennzeichnung noch in diesem Jahr.