Rohstoffversorgung

Rohstoffversorgung

Von den Schnittholz-Märkten her kommt der Investitionsanreiz für neue Nadelholz-Verarbeitungskapazitäten in der Sägereibranche. Dasselbe gilt für die Papier- und Zellstoffindustrie. Ganz im Gegensatz zur steigenden Nadelholz-Nachfrage nimmt im Schweizer Wald aber der Laubholzanteil zu – dieser Trend sollte wieder ändern. Schon in naher Zukunft können sich Versorgungsengpässe ergeben. Holzindustrie Schweiz strebt im Rahmen der Ressourcenpolitik des Bundes an, dass die tatsächlichen Potenziale genauer untersucht werden. Wichtiger als die Spekulation über gesellschaftliche Einschränkungen (stadtnahe Wälder, Reservate) oder Förderungen (Subventionen für die Schutzwaldpflege) wäre eine Aufschlüsselung des Brutto-Zuwachses nach Sortimenten und Regionen. Dazu sind die Zusatzpotenziale aus der schon lange angestrebten, aber nicht überall umgesetzten Vorratssenkung zu beziffern. HIS engagiert sich in diesen Fragen sowohl als Einzelverband, als auch in der Allianz der Rohholzverbraucher. Letztere haben in diesem Frühjahr ein Positionspaper verfasst und den zweiten Rohstoffgipfel organisiert. Die Referate des Rohstoffgipfels zeigen, dass mögliche Biomasse-Startegien nun auch zusammen mit der Landwirtschaft angegangen werden. Bevor aber Weideland aufgeforstet wird, steigt sicher zuerst der Druck auf eine intensivere Nutzung im bestehenden Waldareal. Noch hat die sogenannte Mobilisierung der Nutzungspotenziale keinen spürbaren Effekt. Die Nutzungsstatistik 2007 brachte sogar Ernüchterung: Trotz gestiegenen Preisen ist die Nadel-Rundholz-Nutzung stagniert.