Reservate: Erster Erfolg
Gegen zuviele Reservate
In Ihrer Motion vom 16.3.10 verlangte Sylvia Flückiger, dass der Bundesrat den Wirtschaftswald schützen soll. Sie verwies auf die im Vergleich zu den Nachbarländer massiv überbordenden Reservatsziele in der Schweiz. (Deutschland ist mit 5% zufrieden; die Schweiz will 10% Reservate, 10% Sonderwaldstandorte, und hat darüber hinaus einige Prozente unzugänglichen Wald. Sylvia Flückiger schrieb:„Mangels Transparenz ist zu befürchten, dass gegen die Hälfte des Schweizer Waldes „aus dem Verkehr gezogen“ wird).
In seiner Antwort vom 26.5. signalisiert der Bundesrat nun ein gewisses Verständnis und er beantragt die Annahme der Motion! Dem BAFU fehlen offenbar die Argumente zur Ablehnung oder Umwandlung der Motion. Trotz Biodiversitäts-Hochstimmung haben wir mit Verweis auf die Holzbedeutung für die Klimapolitik gepunktet. Die zahlreichen Vorstösse von Siebenthal/Flückiger/Rime innert den letzten Monaten haben verunsichert und zeigen Wirkung.
Wie bei anderen Projekten fragt sich aber, wie weit wir uns nun auf die faire Behandlung des Anliegens verlassen können: Gewöhnlich bearbeitet das BAFU solche Fragestellungen zusammen mit den Kantonsoberförstern – quasi intern im Kreise jener, die die Reservatsziele auf die Spitze getrieben haben… Trotzdem könnte die Annahme der Motion Flückiger ein wichtiger Meilenstein für die Aufwertung der Holzproduktion sein.