Fachgruppe Imprägneure

Produktion

Imprägnierverfahren

Vor allem für unsere einheimischen Nadelhölzer wie Fichte, Tanne und Föhre aber auch Laubhölzer wie Buche, Esche etc. kommt im freien Verbau, dort wo jeglicher konstruktive Holzschutz fehlt oder nur mangelhaft angewendet werden kann, unser chemischer Holzschutz zur Anwendung. Auch wenn Holz zu den erneuerbaren Rohstoffen gehört, muss der ökologische Einsatz eine sinnvolle Nutzungsdauer gewährleisten und diese kann nur durch den richtigen Einsatz von Holzschutzmitteln erreicht werden. Denn durch die Druckimprägnierung wird dem Holz eine Nutzungsdauer verliehen, die um ein Vielfaches höher ist, als diejenige unbehandelten Holzes. Dabei ist diese Verlängerung der Lebensdauer mit geringen Mehrkosten verbunden, vor allem wenn man sie ins Verhältnis zu den teureren Wartungs- und Auswechslungskosten setzt.

Die Mitglieder des Vereins Schweizer Holzimprägnierwerke sind bemüht, einen möglichst effektiven aber auch ökologisch vertretbaren Holzschutz zu gewährleisten. So werden nur durch EMPA geprüfte und durch die LIGNUM mit dem Gütezeichen versehene Holzschutzmittel eingesetzt. Die Imprägnieranlagen arbeiten in einem geschlossenen Kreislauf und das Personal wird darauf ausgebildet, die Bedienung der Anlagen und den Umgang mit den imprägnierten Produkten nach den höchsten ökologischen Ansprüchen sicher zu stellen. So stellen imprägnierte Produkte weder in der Produktion noch in der Anwendung eine Gefahr für Mensch, Tier oder Pflanzen dar.

 

Kesseldruckverfahren

Bei diesem Verfahren wird trockenem Holz (unter 30 % Feuchtigkeit) unter Vakuum während 30 bis 180 Minuten die Luft entzogen. Danach folgen, je nach Dimension und Holzart, 3 bis 8 Stunden Druck von bis zu 8 bar. Zur Abtrocknung der Oberfläche erfolgt aus ökologischen Gründen ein Endvakuum. Durch Zugabe einer Farbpaste kann auch ein brauner Farbton erreicht werden.

  

 

Wechseldruckverfahren

  

Um die Imprägnierung zum Beispiel der schwer tränkbaren Fichte zu verbessern, wurde das Wechseldruckverfahren entwickelt. Bei diesem Verfahren wird das saftfrische Holz zunächst in einem Druckkessel mit einer Tränklösung überflutet. Diesem Holz werden dann während 20 Stunden mindestens 400 kurzfristigen Druckwechseln, in einem Vakuum von 0.9 bar bis zu einem Überdruck von etwa 8 bar, die vorhandene Luft und der Baumsaft allmählich entzogen und an deren Stelle die Imprägnierlösung eingepresst.